Populisten sind weltweit auf dem Vormarsch – auch in Deutschland. Von Landtagswahl zu Landtagswahl steigert sich der Stimmenanteil der AfD im Vergleich zur letzten Wahl. In Sachsen-Anhalt erscheint im September eine Alleinregierung der AfD möglich. Was treibt immer mehr Wähler einer offenkundig rechts-populistischen Partei zu? Einerseits ist es der Vertrauensverlust in die Fähigkeiten der traditionellen Parteien, die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Probleme zu lösen. Damit ist andererseits eng verbunden die Angst vor dem ökonomischen Abstieg in einer immer komplexeren und sich immer schneller wandelnden Weltwirtschaft.
Populistische Parteien wie die AfD treten mit dem Versprechen an, die Menschen gegen die Unwägbarkeiten des Strukturwandels zu schützen, vor der Konkurrenz ausländischer Produzenten und zuwandernder Arbeitskräfte. Dass die Ablehnung des Strukturwandels so breiten Zuspruch findet, verblüfft viele Ökonomen. Empirisch zeigt sich, dass populistische Parteien in Ländern, in denen sie regieren, der Wirtschaft schaden. Funke et al. (2023) schätzen, dass die wirtschaftliche Leistung in Ländern mit populistischen Regierungen im Durchschnitt innerhalb eines Zeitraums von 15 Jahren um zehn Prozent weniger wächst . Bloom et al. (2025) gehen davon aus, dass der Brexit – gewissermaßen die Blaupause populistischer Politikprojekte – die Briten 6% bis 8% ihrer Wirtschaftsleistung gekostet hat.
Wir stellen täglich Anfragen an Künstliche Intelligenzen (KI), gestalten unser Leben damit einfacher und man könnte denken, dass es unser Leben schneller macht, was jedoch nicht der beschleunigten Gesellschaft entspräche. Wer sich mit KI beschäftigt, muss sich zwanghaft Daten stellen. Daten sind vielseitig – so ist zumindest der erste Eindruck – was hinterbleibt ist jedoch, dass Daten durch eine ungleiche Gesellschaft ebenfalls ungleich sein können. Für einen täglichen Gebrauch ist eine Auseinandersetzung mit diesem Problem unabdingbar.
Strategie, Resilienz und Führung in Zeiten entgrenzter Konflikte
Seit 2021 Dozent an der Otto-von-Guericke Business School im MBA-Wirtschaftspsychologie und betreue die Themen Kommunikationspsychologie sowie Führungskompetenz. Wie lernen Menschen wirklich? Und was brauchen sie, um sich nachhaltig weiterzuentwickeln? Diese Fragen begleiten mich seit vielen Jahren. Ob in der Wissenschaft, in internationalen Projekten oder in der Personal- und Organisationsentwicklung. Mit der Arbeit im Systemischen Coaching eröffnet sich eine neue Perspektive, Menschen in ihrer Entwicklung zu begleiten.
Menschen verhandeln ständig. Zum Beispiel beim Kauf einer Immobilie, bei der Festlegung von Lieferkonditionen, der Ausgestaltung von Arbeitsverträgen oder bei Scheidungen. Manchmal werden diese Verhandlungen als einfach wahrgenommen, gerade dann, wenn die Gespräche angenehm verlaufen, Argumente verfangen und eine Einigung schnell erzielt wird. Andere Verhandlungen hingegen werden als schwierig empfunden. Die Verhandlungssituation ist komplex, es fehlen Informationen und die Gegenseite geht nicht auf Forderungen ein. Die Verhandlung stockt. Die Argumentationen drehen sich im Kreis. Die Beteiligten sind angespannt. Es macht sich Unsicherheit und Überforderung breit. Am Ende scheitert die Verhandlung oder man einigt man sich auf einen Kompromiss, bei dem unklar ist, ob man ihn gut finden soll. Kommt Ihnen das bekannt vor? Solche Verhandlungsverläufe sind zutiefst unbefriedigend, besonders dann, wenn viel auf dem Spiel steht - oder anders ausgedrückt – wenn viel auf dem Verhandlungstisch liegt. Aber was kann man in solchen Situationen tun? Wie kann man das, was auf dem Verhandlungstisch liegt, sichtbar und greifbar machen? Wie kann man es gestaltbar machen? Wie kann man sicherstellen, dass es im Sinne einer Win-Win-Lösung fair verteilt wird?