Wir stellen täglich Anfragen an Künstliche Intelligenzen (KI), gestalten unser Leben damit einfacher und man könnte denken, dass es unser Leben schneller macht, was jedoch nicht der beschleunigten Gesellschaft entspräche. Wer sich mit KI beschäftigt, muss sich zwanghaft Daten stellen. Daten sind vielseitig – so ist zumindest der erste Eindruck – was hinterbleibt ist jedoch, dass Daten durch eine ungleiche Gesellschaft ebenfalls ungleich sein können. Für einen täglichen Gebrauch ist eine Auseinandersetzung mit diesem Problem unabdingbar.
Auf KI-basierte Entscheidungssysteme analysieren Daten und treffen automatisierte oder teilautomatisierte Entscheidungen bei der Auswahl von Bewerbern oder Kreditvergaben und hat theoretisch keine (menschlichen) Vorurteile. Da historische Daten aufgrund der gesellschaftlichen Wandel nicht immer neutral waren, ergeben sich diese Ungleichheiten ebenfalls in den Algorithmen, die auf diesen Daten basieren. Die Benachteiligung von Personengruppen zieht sich also durch die Historie (vgl. Mosene 2025). Unter diesen Umständen leidet auch das Vertrauen der Menschen darin, KI sei unvoreingenommen. 2024 vertrauen in Deutschland nur 48% der befragten Personen darauf, dass KI nicht diskriminiert. Der globale Durchschnitt liegt bei 54% (vgl. Ipsos 2024).
Strategie, Resilienz und Führung in Zeiten entgrenzter Konflikte
Seit 2021 Dozent an der Otto-von-Guericke Business School im MBA-Wirtschaftspsychologie und betreue die Themen Kommunikationspsychologie sowie Führungskompetenz. Wie lernen Menschen wirklich? Und was brauchen sie, um sich nachhaltig weiterzuentwickeln? Diese Fragen begleiten mich seit vielen Jahren. Ob in der Wissenschaft, in internationalen Projekten oder in der Personal- und Organisationsentwicklung. Mit der Arbeit im Systemischen Coaching eröffnet sich eine neue Perspektive, Menschen in ihrer Entwicklung zu begleiten.
Menschen verhandeln ständig. Zum Beispiel beim Kauf einer Immobilie, bei der Festlegung von Lieferkonditionen, der Ausgestaltung von Arbeitsverträgen oder bei Scheidungen. Manchmal werden diese Verhandlungen als einfach wahrgenommen, gerade dann, wenn die Gespräche angenehm verlaufen, Argumente verfangen und eine Einigung schnell erzielt wird. Andere Verhandlungen hingegen werden als schwierig empfunden. Die Verhandlungssituation ist komplex, es fehlen Informationen und die Gegenseite geht nicht auf Forderungen ein. Die Verhandlung stockt. Die Argumentationen drehen sich im Kreis. Die Beteiligten sind angespannt. Es macht sich Unsicherheit und Überforderung breit. Am Ende scheitert die Verhandlung oder man einigt man sich auf einen Kompromiss, bei dem unklar ist, ob man ihn gut finden soll. Kommt Ihnen das bekannt vor? Solche Verhandlungsverläufe sind zutiefst unbefriedigend, besonders dann, wenn viel auf dem Spiel steht - oder anders ausgedrückt – wenn viel auf dem Verhandlungstisch liegt. Aber was kann man in solchen Situationen tun? Wie kann man das, was auf dem Verhandlungstisch liegt, sichtbar und greifbar machen? Wie kann man es gestaltbar machen? Wie kann man sicherstellen, dass es im Sinne einer Win-Win-Lösung fair verteilt wird?
Die Psychologie betrachtet den einzelnen Menschen und sein Verhalten, während die Soziologie gesellschaftliche Strukturen und Prozesse versteht. Mit einem soziologischen Blick werden also die einzelnen Individuen und ihr Verhalten in einer gesellschaftlichen Gruppe analysiert. Dabei kommt die Frage auf, warum sich der Mensch in verschiedenen Situationen oft anders verhält. Die Arbeit erfordert beispielsweise eine andere soziale Rolle als das Familienleben. 