
Deutschlands Sozialstaat bietet mehr als 160 Leistungen. Für Wirtschaftswissenschaftler Ronnie Schöb ist das „Wildwuchs“. Im Interview zeigt er die Mängel des Bürgergelds auf. Die geplante Kindergrundsicherung würde ein „weiteres, paralleles System aufbauen“. Schöb nennt eine radikale Lösung.
Mehr arbeiten lohnt sich kaum, sagt Wirtschaftswissenschaftler Ronnie Schöb – und weist seit Jahren auf die Absurditäten im Sozialsystem hin. Reformen ließen gleichwohl auf sich warten, kritisiert der Inhaber des Lehrstuhls für Finanzwissenschaft mit dem Schwerpunkt internationale Finanzpolitik an der Freien Universität Berlin im WELT-Interview. Im Zuge des Haushaltsstreits nimmt die Debatte nun wieder an Fahrt auf.
WELT: Viel ist derzeit vom Abbau des Sozialstaates zu hören. DGB-Chefin Yasmin Fahimi beispielsweise sagt, Finanzminister Christian Lindner würde „die Axt anlegen“. Hat sie recht?
Ronnie Schöb: Ich sehe keinen Abbau des Sozialstaates. Im Gegenteil, die Sozialleistungsquote steigt tendenziell weiter an. Sich anzuschauen, wie man die sozialen Systeme effizienter gestalten kann, ist ja kein Abbau, sondern eher eine Frage, wie verantwortungsvoll der Staat mit Steuergeldern umgeht. Wenn diejenigen, die die Steuern zahlen, den Eindruck haben, dass ihre Mittel sinnvoll verwendet werden, dann steigert das die Akzeptanz unseres Sozialstaats.

Ende Februar waren wir wieder voller Elan (wie das Bild oben deutlich zeigt) auf der größten Messe für Bildung, Job und Gründung in Sachsen-Anhalt, der CHANCE, unterwegs. Als Teil der 315 Aussteller (ein neuer Rekord) hatten wir an beiden Messetagen ordentlich zu tun und freuten uns über das große Interesse der Besucher (am Ende wurden rund 9000 Besucher an beiden Tagen gezählt). Im Mai ging es weiter auf der IHK Messe zum Dualen Studium. Hier haben wir unser Konzept der 3-Tage-Woche und unseren BBA-Studiengang mit dem Schwerpunkt KI im Management vorgestellt. Obwohl die Messe nur drei Stunden dauerte, kamen wir aus dem Erklären und Vorstellen nicht mehr heraus, vielleicht lag dies auch an unserem Paul, der mit seinem Drake-Meme die Interessierten anzog.